Einkaufshilfe

Das Projekt Einkaufshilfe umfasst zwei verschiedene Ansätze.
Zum einen werden wir unsere Hilfe beim Edeka in Döhren (Borgentrickstr. 8-10) anbieten. Wir werden hinter der Kasse/am Ausgang warten und den hilfsbedürftigen/alten Leuten anbieten, ihnen ihre Einkäufe zur Bahn/zum Bus/evtl. nach Hause zu tragen.
Zum anderen werden wir einige Bewohner des Margot-Engelke-Zentrums in der Südstadt (Geibelstr. 90) zum nächsten Aldi (ca.500m) begleiten und ihnen die Einkäufe tragen. In dem Zentrum gibt es Betreutes Wohnen und die Bewohner versorgen sich oft noch selbst. Dieser gemeinsame Spaziergang bietet auch die Möglichkeit zur generationsübergreifenden Konversation.

Bericht von Montag, 23. März 2015:

Am Montag, 23. März 2015, fand nicht, wie ursprünglich geplant, das Projekt „Einkaufshilfe“ statt. Die Helfer wurden stattdessen freundlich von einer Gruppe der Bewohner dort in Empfang genommen, um sich ihre Sicht der Dinge anzuhören. Es wurde diskutiert, wie man dieses an sich sehr positiv aufgenommene Projekt längerfristig anbieten könne. Dazu wurden Adressen und Telefonnummern getauscht. Außerdem boten mehrere Bewohner ihre Wohnungen zur Besichtigung an, damit die Helfer einen Eindruck davon gewinnen konnten, wie sie leben.

Das Projekt endete für heute mit einem Spaziergang mit zwei Bewohnern bei strahlender Sonne und eisigen Temperaturen und interessanten Gesprächen. Die Bewohner möchten für den Einsatz am Samstag Werbung
machen, sodass an diesem Tag das Projekt „Einkaufshilfe“ tatsächlich in ursprünglicher Form stattfinden kann.

Bericht von Donnerstag, 26. März 2015:

Am Donnerstagmorgen fanden sich vier Freiwillige in Döhren beim Edeka Wucherpfennig ein und halfen Kunden beim Einpacken der Einkäufe. Einige Damen wurden mit den schweren Taschen nach Hause begleiteten, obwohl "der Weg sehr weit ist." Eine Mutter mit Kind brauchte keine Hilfe, freute sich aber so doll über das Angebot, welches direkt am Eingang gemacht wurde, das sie den Freiwilligen Schokoeier kaufte. Nicht nur die Hilfe beim Tragen und Einpacken wurde begrüßt, sondern vor allem die netten Gespräche.

Die Begleitung einer Dame kam wie gerufen - sie war auf dem Weg zum Einkaufen auf ihren Arm gestürzt. Der Einkauf wurde trotzdem gemacht und mit Hilfe von Serve the City nach Hause gebracht. Nachdem der Einkauf im dritten Stock angekommen war und die Blumenerde auf dem Balkon verstaut war, wurde kurzer Hand noch ein Arzttermin organisert und begleitet. Was wäre wohl gewesen, wenn die Grünwesten nicht am Edeka gewesen wären?

Heute (Samstag, 28.März 2015) machten sich drei Helferinnen auf, um einem älteren Herren bei seinem Besuch seiner Frau in einem anderen Pflegeheim zur Hilfe zu sein. Der Ehemann war schon während der gesamten Taxifahrt sehr aufgeregt seine seit nun mehr als 40 Jahren Angetraute endlich nach über zwei Wochen wiederzusehen und genoss überglücklich das einstündige Treffen vor Ort. Am Ende bedankte er sich überschwänglich bei seinen Begleiterinnen für den Ausflug: „Ich konnte mein Glück gar nicht fassen, als es hieß, dass ich meine Frau endlich wieder besuchen kann!“