Upcycling im Fairkaufhaus

Aus alt mach neu – das ist die simple Übersetzung von Upcycling. „Wir machen das hier schon lange, wussten aber nicht, dass es so heißt“, sagte Nicola Barke vom Vorstand des FairKaufhauses. Angefangen haben sie mit kaputten Schallplatten, aus denen zum Beispiel Vasen gebastelt wurden.
An zwei Aktionstagen betätigten sich HerlferInnen von Serve the City mit kreativer Ader beim Upcycling im FairKaufhaus. Alte Stühle wurden abgeschliffen, neu lackiert und frisch gestaltet. Eine Helferin und Mutter nähte Feuchttüchertaschen.

Das FairKaufhaus ist ein gemeinnütziges genossenschaftliches Kaufhaus mitten in der hannoverschen Innenstadt. Das Konzept ist doppelt integrativ: Die VerkäuferInnen sind Langzeitarbeitslose, die durch die Arbeit für den ersten Arbeitsmarkt qualifiziert werden sollen. Außerdem sind die Secondhand-Artikel günstiger als die Ware aus erster Hand, die es in den Kaufhäusern nebenan zu kaufen gibt. So werden Menschen mit wenig Geld wieder in die Innenstadt zurückgeholt und nicht in Kleiderkammern in Randgebieten verdrängt. „Das hat auch etwas mit Würde und Teilhabe zu tun“, weiß Nicola Barke, „ denn hier kaufen Leute mit viel und mit wenig Geld. So wird niemand stigmatisiert.“

Mehr als fünfzig Ehrenamtliche arbeiten beim FairKaufhaus und kümmern sich auch um die Umgestaltung der Ladenhüter. Aber das reicht vorne und hinten nicht. „Wenn wir eine Projektgruppe von zehn bis zwanzig Freiwilligen haben, von denen wenigstens ein paar zu Projekttagen zusammen kommen , ist schon viel geholfen“, erklärte Barke.